Der Hund ohne Name
Der Hund hat keinen Name. Er läuft langsam, lässt seinen Kopf hängen und schaut hinunter. Ich mag lieber Katzen. Sie sind nicht so lestig wie die Hunde. Dennoch finde ich irgendwie diesen Hund etwa sympathisch. Er stört mich nicht. Er bellt kaum nicht. Es is, als ob er da gar nicht ist, aber ich kann ihn spüren. Den ganzen Tag bleibt er bei mir. Wir gehen spazieren, einkaufen, treffen uns mit meinen Freunden, essen mit meiner Familie. Niemand sagt nichts über ihn. Niemand ausser mir merkt ihn. Aber er ist plötzlich müde und ich muss ihn in meinen Ärmen nehmen. Wie schwer und belästigt fühlt sich er nun. Jeder Schritt ist schwerer als der letzte. Dann beginne ich wahrzunehmen, dass ich allein bin. Wie ist mir diese unvermeidbare Wahrheit vorher nicht aufgefallen? Der Hund bellt. -Ja, ich weiss es- antworte ich ihn.-Ich habe das eigentlich seit immer gewusst. Ich bin allein. Du bist allein. Wir sind alle so, unser ganzes lächerliches Leben lang.- Der Hund bellt wieder. Er stimmt mir zu...