Zwei Zimmer für eins

Du bist das ganze Wochenende weg. Du bist nach Madrid geflogen und ehrlich gesagt, ich bin ein bisschen neidisch auf dich. Trotzdem ist es hier etwas ruhiger ohne dich. Es ist nicht, dass du unruhig bist. Es ist auf keinen Fall so. Vielleicht ist es, dass ich so viel Spass mit dir habe, dass jetzt, dass du nicht da bist, kann ich endlich das Schweigen hören und deswegen einfach es in Ruhe genniesen. Mein inneres Schweigen. Seit zwei Jahre wohne ich nicht mehr in meinen Familienhaus sondern habe acht Monate in Barcelona mit zwei Frauen gewohnt und das letzte Jahr hier in Oberkochen mit dir und Lucía. Am Anfang war es so, dass jede von uns ein Zimmer für sich selbst hatte, aber seit schon einige Monate haben wir, du und ich, uns dafür entschieden, beide unsere Zimmer mitzuteilen und ab denn haben wir ein Schlafzimmer und ein Büro-Wohnzimmer. Das habe ich mit dir mit viel Freude gemacht und denke noch, das es eine tolle Idee war, da wir jetzt eine Arbeitslage und eine Quatschlage haben. Wie gesagt, ich liebe dich un mich und unsere Räume, aber oh Got, wie gut fühlt sich es heute, zwei Zimmer für eins zu haben. Manchmal denke ich darüber nach, wie wäre es, allein zu wohnen. Einsam, sicher, aber auch frei. Es ist eine Freiheit, die mit einem hochen Preis kommt. Ich weiss es. Auf der anderen Seite kommt sie mit einem weissen Blatt. Keine fremde Uhrzeiten respektieren zu müssen, keine verbotene Aktivität, die den anderen nicht eigentlich akzeptieren, keine lestige Geräusche ignorieren zu haben. Lust auf Tanzen, Singen, ganz nackt ein Buch lesen... Alles mögliches ohne Bedingungen, ohne zu fragen, ob das jemand anderen stört. Das wäre schön. Das mache ich dieses Wochenende. Einatmen, ausatmen. Nichts schwieriges. Mich selbst umarmen. Wir sehen uns bald.

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