Sonntags

Sonntags habe ich mir immer gedacht, ist es ein Tag um ein gutes Frühstück vorzubereiten und sehr wahrscheinlich hat das etwas mit meiner Kindheit zu tun, wenn mein Vater morgens abwesend war und wir alle uns gefragt haben, wo er so früh war. Und plötzlich klingelte es an der Tür und da war er, glücklich versteck hinter einem Kegel von Churros mit Zücker. Das war das Highlight der Woche und wenn ich daran denke, merke ich, wie die Sachen das wir machen, eine starke Bedeutung in uns drücken. Also Sonntags sind jetzt, dass ich in Deutschland und ohne meine Eltern wohne, Tortitastag. Ich kann noch nicht Churros backen, aber mit Zeit, wer weiss. Sonntags sind auch eine Möglichkeit für Ruhe: lesen, schreiben, Gitarre spielen, oder aber auch den Kopf aufräumen. Meine Meinung nach verbringen wir so viel Zeit whärend der Woche mit der Arbeit gestresst, mit Sorgen und Verpflichtungen, dass wir kaum Still kriegen. Samstags versucht man etwas lustiges zu machen, da bis dann hatte man dafür keine Zeit, also Freunde treffen, inrgendwo gehen, Essen gehen... aber dann kommt den Sonntag wie eine schöne Brise. Schweigen. Wie in einer Theaterprobe. Einatmen. Ausatmen. Ich gucke durch mein Fenster und es schneit. Der Winter ist ewig in Deutschland, oder es ist so lang wie er sein sollte. Ich glaube ich bin so gewöhnt an Spanien, an dem guten Wetter, der Sonne, dem blauen Himmel... dass ich alles so vermisse, dass alles hier etwas dunkleres und irgenwie schlechter aussieht. Ein Jahr ist fast komplet, seit May letztes Jahres. Es ist Sonntag und ich komme von meiner Woche runter und denke nach, wie viel alles sich geändert hat, ich inklusive. Wir schreiben unsere Geschichte jeden Tag, mit alle Kleinigkeiten, für welche wir uns entscheiden. Ich muss auch denken, ob ich hier mehr Zeit, vielleicht sogar ein Jahr noch bleiben möchte. Ich habe das noch nicht klar. Schweigen. Einatmen. Ausatmen. Sonntags sind ein Tag um den Kopf aufzuräumen und das heißt, dass ich mal probiere alles raus zu werfen, so wie es kommt. So wie du es gelesen hast. Und ich bin sehr dankbar dafür. Ich wünsche dir denn, dass du heute (und Sonntags eigentlich) machst, was du brauchst um die Ruhe, die du verdienst, zu haben. Schöne Sonntag.

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